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Verbesserte Messgenauigkeit mit automatischer Atemerkennung bei der Beatmungsgerätetestung

Von  Matthias van der Staay.

Einleitung: 
Die genaue Messung atembasierter Parameter ist entscheidend für die Beurteilung der Leistung und Wirksamkeit medizinischer Beatmungsgeräte. Atemzugvolumen, Minutenvolumen und Atemfrequenz sind wichtige Indikatoren, die wertvolle Einblicke in die Beatmung eines Patienten liefern. Die Auswahl der richtigen Triggereinstellungen in einem Beatmungsgerätetester kann jedoch eine Herausforderung darstellen, da häufig Anpassungen entsprechend der Konfiguration des Patientenschlauchsystems und des gewählten Beatmungsmodus erforderlich sind. Um diesen Prozess zu vereinfachen und die Messgenauigkeit sicherzustellen, führt der  FlowAnalyser PF-300 PRO von IMT Analytics eine automatische Atemzugerkennung auf Basis einer adaptiven Wellenformanalyse ein. Diese innovative Funktion macht manuelle Triggeranpassungen überflüssig und ermöglicht es dem Tester, verschiedene Beatmungsmodi automatisch zu erkennen, Leckagen auszugleichen und die Triggereinstellungen zu optimieren.

Der dreistufige Prozess:
Die automatische Atemzugerkennung im FlowAnalyser PF-300 PRO erfolgt in drei Stufen und nutzt fortschrittliche Algorithmen, um genaue und zuverlässige Ergebnisse zu erzielen.

  1. Vorverarbeitung zur Leckagekompensation: In der ersten Stufe wird der Flow vorverarbeitet, um den Leckagefluss auszugleichen. Durch die Schätzung des Leckageflusses anhand des Drucks und des gemessenen Flows gleicht der Algorithmus Schwankungen aus, die durch Druckänderungen verursacht werden. Die Flow- und Druckkurven über einen Zeitraum von etwa 30 bis 40 Sekunden werden mathematisch ausgewertet, sodass der Algorithmus seine Berechnungen anpassen und optimieren kann.

  2. Statistische Analyse der Triggereinstellungen: In der zweiten Stufe werden der Druck und der leckagekompensierte Flow über die letzten 35 Sekunden der Daten analysiert. Durch statistische Auswertung berechnet der Algorithmus automatisch den geeigneten Triggerschwellenwert für Druck und Flow sowie die Triggerverzögerung. Diese dynamische Berechnung stellt sicher, dass die Triggereinstellungen entsprechend den spezifischen Anforderungen des Beatmungsmodus und der Konfiguration des Patientenschlauchsystems angepasst werden.

  3. Primäre und Backup-Trigger: Zur Verbesserung der Zuverlässigkeit verwendet der FlowAnalyser PF-300 PRO sowohl Flow- als auch Drucktrigger. Der zuverlässigere Flowtrigger dient als primärer Trigger für die automatische Atemzugerkennung und gewährleistet eine genaue Messung atembasierter Parameter. Werden jedoch über einen zusammenhängenden Zeitraum von 30 Sekunden keine Atemzüge erkannt, wird der Drucktrigger automatisch aktiviert. Dieser Backup-Trigger bewältigt ungewöhnliche Schlauchsystemkonfigurationen und gewährleistet die kontinuierliche Überwachung der Beatmung.

Aktivierung und Benutzeroberfläche:
Die Aktivierung der automatischen Atemzugerkennung im FlowAnalyser PF-300 PRO ist unkompliziert. Durch die Einstellung des Triggertyps auf „Auto“ können Benutzer diese Funktion über die Benutzeroberfläche des Geräts oder die Softwareanwendung FlowLab aufrufen. Diese benutzerfreundliche Einstellung vereinfacht den Testprozess und macht aufwendige manuelle Anpassungen überflüssig.

Fazit:
Die genaue Messung atembasierter Parameter ist entscheidend für die Beurteilung der Leistung medizinischer Beatmungsgeräte und die Sicherstellung einer optimalen Patientenversorgung. Der FlowAnalyser PF-300 PRO begegnet der Herausforderung der Triggeranpassung mit einer automatischen Atemzugerkennung auf Basis einer adaptiven Wellenformanalyse. Diese fortschrittliche Funktion bietet mehrere Vorteile, darunter die automatische Erkennung von Beatmungsmodi, die Kompensation von Leckagen und die Optimierung der Triggereinstellungen. Durch den Wegfall manueller Anpassungen und die Verbesserung der Messgenauigkeit optimiert diese innovative Lösung die Prüfung von Beatmungsgeräten und steigert die Effizienz im Gesundheitswesen. Mit dem FlowAnalyser PF-300 PRO können sich medizinische Fachkräfte auf die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Messung atembasierter Parameter verlassen.

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