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alveo: Von der Idee zur Realität

Spitzentechnologie aus Buchs SG

 

Ein revolutionärer lungensimulator aus dem Rheintal

Nach zwei Jahren intensiver Entwicklung bringt das in Buchs ansässige Unternehmen IMT Analytics alveo, einen hochmodernen lungensimulator, auf den Markt. Das Projekt zeigt, was Erfindungsreichtum und Leidenschaft für High-End-Medizintechnik bei einem spezialisierten Ingenieurbetrieb mit 30 Jahren Erfahrung in der Beatmungstechnik erreichen können. Zukünftig wird alveo Ärzte, Atemtherapeuten und Entwicklungsingenieure weltweit bei der Ausbildung und Entwicklung von Beatmungsgeräten unterstützen – eine wichtige Investition in die medizinische Zukunft des St. Galler Rheintals.

 

Wie eine menschliche Lunge

Ein lungensimulator ist ein medizinisches Trainingsgerät, das die Funktion menschlicher Lungen nachahmt. Er simuliert realistische Lungenphysiologie unter verschiedenen Bedingungen – von gesunden bis zu erkrankten Lungen. Er reagiert auf Beatmungsgeräte, Narkosegeräte oder manuelle Beatmungsbeutel genauso wie echte menschliche Lungen.

 

Notfälle sicher üben

In der Ausbildung von medizinischem Fachpersonal wird alveo von Atemtherapeuten, Intensivpflegekräften und Ärzten verwendet, damit sie künstliche Beatmung und Notfallszenarien in einer sicheren Umgebung üben können. Hersteller nutzen alveo für die Qualitätskontrolle und Leistungstests neu entwickelter Beatmungsgeräte. In der Forschung verwenden Ingenieure es, um neue technische Anwendungen oder Prototypen zu bewerten. Studierende lernen, wie man mit verschiedenen Lungenphysiologien und „Schweregraden“, Atemwegswiderstand und modernen Beatmungsmodi umgeht – etwas, das natürlich viel leichter zu simulieren ist als direkt am Menschen zu testen.

 

Es kann auch Asthma und Husten simulieren

Lungensimulatoren werden seit Jahrzehnten in der Entwicklung von Beatmungsgeräten eingesetzt. Forscher und Hersteller nutzen sie, um den Luftstrom, den Druck und die Intensität der künstlichen Beatmung bei Patienten mit Erkrankungen wie Asthma, COPD* oder ARDS** zu testen.

 

Von Frühgeborenen bis Senioren

Um sicherzustellen, dass Patienten mit Lungenerkrankungen, die künstlich beatmet werden müssen, korrekt behandelt werden, müssen medizinische Fachkräfte wie Ärzte, Pflegekräfte, Atemtherapeuten und Studierende richtig geschult sein. Da die jüngsten Patienten Frühgeborene mit winzigen Lungen in der Größe von etwa vier Zuckerwürfeln sein können, ist es entscheidend, dass sie fehlerfrei, schonend und mit dem richtigen Volumen, Druck und Rhythmus für ihre Größe beatmet werden. Dasselbe gilt natürlich für Patienten am anderen Ende des Alterspektrums.

 

Einfache, realistische Simulation

alveo unterscheidet sich in mehreren grundlegenden Punkten von älteren Lungensimulatoren. Das Gerät ist kompakter und tragbarer – mit nur 6,8 Kilogramm Gewicht kann es leicht zwischen Klassenräumen, Laboren und Kliniken transportiert werden. Dies ist ein Vorteil gegenüber älteren Modellen. Besonders innovativ ist die tabletbasierte Steuerung: alveo wird über ein 11-Zoll-Android-Tablet bedient, was die Bedienung intuitiv und modern macht. Ältere Systeme erfordern manuelle Einstellungen an mechanischen Knöpfen.

Was alveo besonders macht, ist seine moderne Physiologiesimulation und ein Turbinenantrieb, die zusammen realistische Echtzeitsimulationen ermöglichen. Ältere Geräte verfügen nicht über diese Fähigkeiten. alveo kann drahtlos überwacht und gesteuert werden. Erfahrene Anwender können eigene Atemprofile erstellen und das kompatible System in Tests aller Arten von Beatmungsgeräten und Anästhesiegeräten integrieren.

 

*Chronisch obstruktive Lungenerkrankung – eine fortschreitende Lungenerkrankung wie chronische Bronchitis mit dauerhaft verengten Atemwegen.
**Akutes Atemnotsyndrom – akutes Lungenversagen.

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